Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik

SpaZiel - Spannungsebenenübergreifende optimierte und automatisierte Zielnetzplanung von Verteilungsnetzen

Projektbeschreibung

Das gemeinsame Forschungsvorhaben der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) und IAV GmbH (IAV) hat zum Ziel, eine softwaregestützte Methodik zur spannungsebenenübergreifenden automatisierten Zielnetzplanung von realen Verteilungsnetzen unter Berücksichtigung von Elektromobilität sowie Geostruktur- und Marktdaten zu entwickeln und anzuwenden. Die immer weiter ansteigende Anzahl neuartiger Lasten (u. a. Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen) und Einspeiser (u. a. Photovoltaikanlagen), welche vorwiegend in den Verteilungsnetzen angeschlossen werden, führt zu erheblichen Anforderungen an diese Stromnetze. Um diesen Herausforderungen zu begegnen und Potenziale zur Kostensenkung aufzudecken, werden von den Netzbetreibern regelmäßig  Zielnetzplanungen durchgeführt. Durch die Verwendung von spannungsebenenübergreifenden Analysen der Verteilungsnetze könnten technische und
wirtschaftliche Synergien identifiziert und unnötige Investitionsmaßnahmen vermieden werden.

Zu diesem Zweck wird im Rahmen des Forschungsvorhabens eine softwaregestützte Methodik entwickelt, die eine spannungsebenenübergreifende Zielnetzplanung ermöglicht und bei der sowohl konventionelle als auch innovative Betriebsmittel und Planungsmethoden berücksichtigt werden. Diese Methode vereint die bereits vorhandenen Software-Tools zur getrennten automatisierten Zielnetzplanung von Mittelspannungsnetzen bzw. Niederspannungsnetzen. Die neue Methodik ermöglicht es, die gemeinsame Planung von Mittel- und Niederspannungsnetzen für unterschiedliche Entwicklungsszenarien automatisiert vorzunehmen. Zusätzlich werden Geostruktur- und Marktdaten verwendet, um eine präzise Abschätzung für zukünftige Standorte von neuartigen Lasten und Einspeisern zu ermitteln, zur Positionierung von  Einzelstrangreglern oder zur Ermittlung neuer Kabeltrassen unter Berücksichtigung von geeigneten Untergründen. Die Ergebnisse der neuen Methode werden plausibilisiert, indem sie auf mehrere reale Mittel- und Niederspannungsnetze angewendet wird.

Projektlaufzeit

Das Projekt umfasst eine Laufzeit von 3 Jahren.

Projekt-Start: 01.09.2022
Projekt-Ende: 31.08.2023

Projektpartner

  • IAV GmbH (Link)
  • Rheinische NETZGesellschaft mbH (Link)
  • Stadtwerke Hilden GmbH (Link)
  • SachsenNetze GmbH (Link)
  • enercity Netz GmbH (Link)

Projektförderung

Das gesamte Investitionsvolumen des Projekts beträgt ca. 1,2 Mio. Euro. Die Projektpartner erhalten im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung insgesamt eine Förderung in Höhe von ca. 850.000 Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal erhält eine Förderung in Höhe von ca. 530.000 Euro.

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